Frühbarock

Der Frühbarock, den man zwischen 1580 und 1630 ansiedelt, ist gekennzeichnet durch - musikalisch betrachtet - radikale Umbrüche. Ein prominenter Vertreter dieser neuen Entwicklung war der Italiener Claudio Monteverdi. Mit seinen Madrigalen und Motetten reanimierte er einen antiken Gesangsstil, indem er traditionelle

Techniken mit den aktuellen Entwicklungen fusionierte. Als einer der Wegbereiter der Monodie, gilt Monteverdi als Pionier und Urvater der modernen Oper. Dieser von ihm etablierte Einzel- oder Sologesang rückte, statt wie bisher alle gleichberechtigt, nur eine Stimme in den Vordergrund und ordnete die musikalische Komponente vollständig den Inhalten und Affekten des gesungenen Textes unter. Aus dieser Praxis entstanden nach nur kurzer Zeit nicht nur die neuen musikalischen Gattungen Kantate und Oratorium. Auch die beiden zwar monodischen, sonst aber gegensätzlichen Gesangsstile Rezitativ und Arie wurden daraufhin ausgebildet und formten auf diese Weise das Fundament der modernen Oper.