Rock
Als Rock wird jene Spielart der populären bzw. Popmusik bezeichnet, die ihre Anfänge im Rock'n'Roll der 1950-er und im britischen Beat der 1960-er Jahre hat. Noch immer gilt Rock als eine der vielschichtigsten und entwicklungsfähigsten Stilvarianten innerhalb der Populärmusik überhaupt. Zu verdanken hat er das unter
anderem den vielen Hybriden, die aus der Verschmelzung rockmusikalischer Elemente mit Aspekten anderer Musiktraditionen, -stile und -kulturen entstanden. Prominente Beispiele für die Mischungen sind der Jazzrock, oft auch Fusion oder Prog-Rock genannt, der Latinrock und der Schottenrock.
Obwohl in der afroamerikanischen Populärmusik als Rhythm and Blues schon lange nichts Neues mehr, wird Rock in seiner ursprünglichen Form einem weißen Publikum erstmals durch den von Radio-DJ Alan Freed eingeführten Slangausdruck "Rock and Roll" bekannt. Die griffige Bezeichnung avanciert schnell zu einem Etikett doch ganz unterschiedlicher Musikstile, wie zum Beispiel Blues, R&B, Country, Gospel, Jazz und Pop, denen eines gemein war: sie bedienten sich einer verhältnismäßig einfachen und meist dem Blues entnommenen Akkordstruktur, waren schnell, tanzbar und gingen leicht ins Ohr. Zu den prominentesten Vertretern gehörten Chuck Berry, Little Richard, Jerry Lee Lewis, Buddy Holly, Bo Diddley, Bill Haley, Carl Perkins und Elvis Presley.
Seit dieser ersten Rocker-Generation hat sich ein Prinzip der musikalischen Weiterentwicklung immer wieder behaupten können. In jeder neuen Generation finden sich neben den Nachahmern und Bewahrern traditioneller Spielarten immer auch Künstler, die sich als Grenzgänger neugierig an die Erweiterung bestimmter Genredefinitionen machen. So nimmt es auch nicht Wunder, dass angefangen von der British Invasion, über den populären Folk- und Psychedelic Rock der 1960-er Jahre bis hin zu Hard Rock, Punk und Grunge die meisten dieser Subgenres dem frühen Rock'n'Roll strukturell glichen.