Spätbarock

Das Ende des Barockzeitalters oder auch der Spätbarock, den man für die Zeit zwischen 1680 und 1750 ansetzt, ist gekennzeichnet durch mannigfaltige Veränderungen sowohl klanglicher als auch formaler Art. Zu seinen musikalisch nachhaltigsten Repräsentanten gehörten Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi. Als

wesentlich wird hierfür unter anderem die erfolgreiche Verbreitung des Generalbass oder auch Basso Continuo genannt. Bei dieser, schon Anfang des 17. Jahrhunderts bekannten, Praxis wird die zu spielende Bassstimme mit Ziffern versehen, die dem Bassspieler nicht einen konkreten Ton, sondern die Größe des gewünschten Intervalls anzeigen. Das Ergebnis war nicht nur mehr Übersichtlichkeit und Transparenz in der Notenschrift. Diese Praxis schuf auch Spielräume für Improvisationen und war darüber hinaus die Grundlage der sogenannten Harmonielehre.